Multiple Sklerose ist eine Krankheit des Immunsystems

11. August 2011 von Dorothee

Neurologen vom Klinikum rechts der Isar der TU München haben zusammen mit Forschern aus 15 Ländern neue genetische Varianten identifiziert, die mit der Krankheit Multiple Sklerose (MS) assoziiert sind. Viele der Gene gehören zum Immunsystem, das somit entscheidend ist in der Entwicklung der Krankheit. Die Studie wurde heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht, die Studienleitung lag bei den Universitäten Cambridge und Oxford.

Multiple Sklerose ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems bei jungen Erwachsenen – in Deutschland sind derzeit mehr als 120.000 Menschen betroffen. Bei der Erkrankung wird die schützende Hülle (Myelinschicht) geschädigt, mit der die Nervenfasern im Gehirn und im Rückenmark ummantelt sind, sodass Erregungssignale nicht mehr weitergeleitet werden. Ebenso werden die Nervenfasern selbst geschädigt. Je nachdem welche Bereiche des Nervensystems angegriffen werden, sind die Folgen unter anderen Gehbehinderungen, Taubheitsempfindungen oder Sehstörungen. Die heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen die grundlegende Rolle des Immunsystems bei der Zerstörung der Nervenzellen und helfen zu verstehen, wie genau der Immunangriff auf Gehirn und Rückenmark aussieht.

Weiterlesen »

Autistic Pride

7. August 2011 von Dorothee

Über das sehr lesenswerte Blog ergo im netz bin ich auf das sehr lesenswerte Blog Autismus-Kultur aufmerksam geworden.

Autismus-Kultur ist ein Netzwerk von Personen, die sich wissenschaftlich und politisch mit Autismus befassen. Darunter sind autistische und nicht-autistische Personen sowie solche, die diese Verortung für sich selbst ablehnen.

Die Überschrift “Selbstbestimmung. Barrierefreiheit. Respekt.” sagt schon, worum es im Wesentlichen geht. In den umfangreichen Seiten von Autismus-Kultur gibt es eine Menge interessanter und hilfreicher Artikel, nicht oberflächlich, nicht bedröppelt-betroffen-mitleidig - im Gegenteil!

Es ist mir ein bisschen peinlich, aber dass es eine Autistic-Pride-Bewegung gibt (ungefähr analog zu Gay Pride, genaueres im Artikel “Was ist Autistic Pride”), habe ich gerade erst erfahren.

Bereits seit 2005 wird der Autistic Pride Day am 18. Juni gefeiert. Und ein cooler Schreibwettbewerb ist auch gerade erst zu Ende gegangen. Davon erfahre ich jetzt! Na ja, zum Glück bin ich nicht für immer zu spät mit meiner Entdeckung: 2012 wird es wieder einen Autistic Pride Day geben.

Bravo. :-)

Quelle und Bild: Autismus-Kultur

  • No related posts

TV-Tipp: Abnehmen durch Lebenswandel

5. August 2011 von Dorothee

Sich schlank essen? Klingt nach einem Widerspruch – mit der Unterstützung des TUM-Ernährungsmediziners Prof. Volker Schusdziarra und zwei anderen Ernährungsexperten soll aber genau das möglich sein. Die Devise lautet dabei nicht kurzfristiges Abnehmen durch eine Diät, sondern eine langfristige Lebensumstellung, die nicht bei der Ernährung aufhört. Die Reihe „Fett weg!“ begleitet am Samstag, 6. August um 14 Uhr sechs Protagonisten auf dem Weg zur Traumfigur.

Prof. Volker Schusdziarra kam in Studien zu dem Ergebnis, dass eine ausreichende Menge schmackhafter Lebensmittel gegessen werden muss, damit das Abnehmen funktioniert. Wenn das keine sympathische, wissenschaftliche Erkenntnis ist! Dabei kommt es vor allem auf die Energiedichte der Lebensmittel an. Außerdem sind Unterschiede im Energiehaushalt und die Essensweise eines jeden Menschen wichtige Faktoren, auf die Prof. Schusdziarra in der Sendung individuell eingehen wird. Um sein Prinzip zu veranschaulichen, entwickelte er eine Kalorienampel, die den Kandidaten bei der Orientierung helfen soll.

Ausstrahlung: ZDF, Samstag, 06.08.2011, 14 Uhr

Quelle: TU München, Bild: istockphoto

Ohne Hormonersatz durch die Wechseljahre

5. August 2011 von Dorothee

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen - viele der elf Millionen Frauen zwischen 45 und 65 Jahren in Deutschland kämpfen während ihrer Wechseljahre mit gesundheitlichen Beschwerden. Noch vor zehn Jahren nahmen fast 40 Prozent der Frauen Hormonersatzpräparate gegen die Begleiterscheinungen des Klimakteriums und zur Vorsorge gegen Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein.

Doch seit wissenschaftliche Studien die Risiken der Hormontherapie untersuchten (Wir berichteten hier und hier), ist das Verordnungsvolumen dieser Präparate stark eingebrochen. Nicht einmal jede zehnte Frau (9,6 Prozent) zwischen 45 und 65 Jahren hat nach Angaben des aktuellen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr noch ein solches Medikament verschrieben bekommen.
 
Die Studien zeigten, dass bestimmte Hormonpräparate das gesundheitliche Risiko zum Beispiel für Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt und Thrombose erhöhen. Entgegen den Erwartungen erhöhte sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Frauen wissen nicht, ob sie ihre Hormone noch weiter einnehmen oder überhaupt erst mit der Therapie beginnen sollen.


 

Weiterlesen »

Zu schön um erlaubt zu sein: Bierwerbung

2. August 2011 von Dorothee

Klatsche für den Deutschen Brauer-Bund: Nach dem Urteil des Landgerichts Berlin darf er nicht mehr behaupten, dass Bier schön und gesund macht.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte gegen die Internetseite der Brauer geklagt, auf der unter anderem behauptet wurde, mäßiger Biergenuss beuge Demenz, Altersdiabetes, Gallen- und Harnsteinen und Osteoporose vor und senke das Herzinfarktrisiko. Das im Bier enthaltene Vitamin B mache Haut und Haare schön, die enthaltenen Kohlehydate seien ein wichtiger Fitmacher.

“Nach EU-Recht unzulässige Absatzförderung für alkoholische Getränke”, urteilte das Landgericht und untersagte die Werbung. Außerdem ist es sowieso verboten, Lebensmitteln in der Werbung medizinische Eigenschaften zuzuschreiben. (Wir berichteten)

Es bleibt den Brauern aber unbenommen, abseits der Werbung Forschungsergebnisse zur gesundheitsfördernden Wirkung des Gerstensaftes zu veröffentlichen, so das Gericht.

Quelle: Landgericht Berlin; Foto von Rerun van Pelt

Lungenschäden bei Frühchen verhindern

1. August 2011 von Dorothee

Mitunter leiden frühgeborene Kinder noch im Schulalter unter verengten Atemwegen und Schäden an der Lunge, insbesondere wenn sie nach der Geburt länger mit Sauerstoff beatmet werden mussten. Dies zeigt eine Untersuchung der Arbeitsgruppe Pädiatrische Pneumologie an der Leipziger Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche. Ursachen der anhaltenden Lungenfunktionsstörungen seien neben den unreifen Lungen der Frühchen auch über längere Zeit benötigte Sauerstoffbehandlungen im Brutkasten. Die Wissenschaftler rufen daher dazu auf, die Grenzwerte für eine optimale Sauerstoffversorgung bei Frühgeborenen genauer zu erforschen.

Weiterlesen »

Entdeckt: Überlebensstrategie aggressiver Lymphome

11. February 2011 von Dorothee

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Berliner Charité haben einen wichtigen Baustein für das Überleben der Zellen einer besonders aggressiven Gruppe von bösartigen Lymphomen identifiziert, den so genannten ABZ-Lymphomen. Die Ergebnisse der Studie dienen als Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten gegen die Krebserkrankung, an der in Deutschland jährlich etwa 4.000 Menschen neu erkranken. Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungsprojekt mit 236.000 Euro gefördert.

Weiterlesen »

Treppenlift: Die Gesundheit geht vor!

27. January 2011 von Hans

Schritt für Schritt nähert sich jeder nur langsam dem Alter, in dem sich die ersten Zipperlein zu Gebrechen wandeln. Niemand ist gern auf die fremde Hilfe anderer Leute angewiesen und das gilt erst Recht innerhalb der eigenen vier Wände. Mit einem Treppenlift kann man sich ein gutes Stück der eigenen Mobilität erhalten und bis ins hohe Alter selbstbestimmt leben.

Weiterlesen »

Meyenburg-Preis 2010 für Alan Ashworth

11. October 2010 von Dorothee

Der mit 50.000 Euro dotierte Meyenburg-Preis 2010 geht an den britischen Biochemiker und Brustkrebsspezialisten Alan Ashworth. Er wird ausgezeichnet für die Entwicklung einer völlig neuen Art der Krebsbehandlung. Der Einsatz von so genannten PARP-Inhibitoren bei Brustkrebspatientinnen, bei denen im Tumorgewebe die Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 verändert sind, wird als Durchbruch in der Krebstherapie angesehen. Der Meyenburg-Preis wird heute im Rahmen eines Symposiums im Deutschen Krebsforschungszentrum verliehen.

Die Behandlung von Krebspatienten basiert bisher weitgehend auf chirurgischen, strahlentherapeutischen und zytotoxischen Verfahren, die jedoch häufig mit Nebenwirkungen verbunden sind. Das immer bessere Verständnis der molekularen Abläufe in Krebszellen erlaubt es zunehmend, zielgerichtete Medikamente zu entwickeln. Alan Ashworth machte sich hierfür das Prinzip der “synthetischen Letalität” zu Nutze. Dieses genetische Konzept wurde bereits vor über 60 Jahren entwickelt und ermöglicht es, gezielt gegen krebsspezifische Zellveränderungen vorzugehen.

Weiterlesen »

Bessere Diagnostik von Gebärmutterhalskrebs

11. October 2010 von Dorothee

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Firma Roche Molecular Systems in Pleasanton, Kalifornien, kooperieren bei der Entwicklung eines Tests, der bösartige Zellveränderungen am Muttermund sicher nachweist.

Bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird heute häufig im Abstrichmaterial vom Muttermund nach dem Erbgut krebserregender humaner Papillomviren (HPV) gesucht. Eine anhaltende Infektion mit diesen Viren kann zur bösartigen Veränderung von Zellen der Muttermundschleimhaut und damit zu Krebs führen. Die meisten HPV-Infektionen heilen jedoch folgenlos ab.

Weiterlesen »