Ein ewiges Leben auf Krankenschein gibt es nicht

!http://dorsch.com/wp-content/_newsimages_20060131060201.jpg (Bild Kreuz auf Herzkurve)!
*Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot…*

Beim Akademietag der Pallottiner am vergangenen Wochenende in “Vallendar”:http://de.wikipedia.org/wiki/Vallendar übte Manfred Lütz heftige Kritik an einer übersteigerten Gesundheits- und Wellness-Mentalität.

bq. Wir leben im Zeitalter der real existierenden Gesundheitsreligion: Halbgötter in Weiß, Wallfahrten zum Spezialisten, Krankenhäuser als die Kathedralen unserer Zeit“

Seiner Ansicht nach richtet sich die religiöse Ursehnsucht der Menschen nach ewigem Leben und ewiger Glückseligkeit heute „unbewusst, aber um so machtvoller an die Medizin und die Psychotherapie“.

Bei diesem Vortrag Vortrag wäre ich gerne dabei gewesen, denn Lütz ist ein hervorragender, sehr unterhaltsamer Erzähler. Und er geht mit dem Thema Leben, Lust und Tod um, wie es nur ein Katholik kann.

Manfred Lütz ist eine beeindruckende Person. Er hat Humanmedizin, Philosophie und katholischen Theologie studiert, in Bonn und Rom. Zur Zeit arbeitet er als Chefarzt am Alexianer-Krankenhaus in Köln-Porz und sowie als Mitglied des Päpstlichen Rates für die Laien, der Päpstlichen Akademie für das Leben und Berater der Vatikanischen Kleruskongregation.

Wer mehr lesen möchte: Manfred Lütz: _Lebenslust Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult_ “bei amazon.de”:http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426776952/qid=1138737794/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-8866650-4810926

Zu diesem Buch habe ich auch noch eine tolle Rezension gefunden:

bq. Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2002
So begeistert wie über Martin Lütz’ Buch ist Rezensent Klaus Berger nach eigenem Bekunden selten gewesen: “Es kommt nicht häufig vor, dass ich bei der Lektüre eines Buches aufstehe und meine Frau in ihrem Arbeitszimmer aufsuche, um ihr ein paar Passagen vorzulesen, die mit Sicherheit ein lebensförderndes Lachen hervorbringen.” Ein schönes Kompliment für ein Buch (aber natürlich auch an die Frau). Besonders gefällt dem Rezensenten, dass Manfred Lütz in satirischem Ton und mit viel Witz schildere, was für den Religionswissenschaftler eine durchaus ernstzunehmende Angelegenheit sei: Die Steigerung des Gesundheitskults in eine säkularisierte Form von Religion: So enthalte die Chefarztvisite inzwischen alle Elemente einer klassischen Prozession, die Rituale des Pillenschluckens erinnerten an klösterliche Speiseregeln und Klinken gerieten zu Kathedralen. Aber auch die ernsthafteren Passagen des Buches zu Behinderungen, den Umgang mit Leiden und Tod sowie den klassischen Quellen der Lebenslust haben Berger nahezu restlos überzeugt.

Ursprüngliche Meldung bei “KATH.NET - Katholischer Nachrichtendienst”:http://www.kath.net/detail.php?id=12700

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