Essen ist auch Kopfsache
“Du bist, was Du isst” - Das gilt nicht nur für das Wohl des Körpers allgemein, auch unser Gehirn profitiert in besonderem Maß von einer gesunden Ernährung. Wie die Auswertung einer Studie zeigt, haben die veränderten Ernährungsgewohnheiten in den letzten 50 Jahren erkennbare Auswirkungen auf die geistige Gesundheit.
Es werden weniger frische Lebensmittel verspeist, dafür häufig durch Fertiggerichte mehr gesättigte Fette und Zucker aufgenommen. Das kann zu Leistungsabfall im Gehirn führen. Förderlich für unser Denkwerk wären mehr Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, wie sie in Gemüse und Fisch vorkommen. Laut Studiendaten nehmen jedoch rund ein Drittel der Menschen weniger Gemüse zu sich und zwei Drittel essen weniger Fisch. Zudem hat sich aufgrund der industrialisierten Landwirtschaft das Gleichgewicht der Mineralien und Vitamine in unseren Lebensmitteln stark verändert.
Die Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen der veränderten Lebensweise und einem erhöhten Risiko, an Depressionen, Schizophrenie oder Alzheimer zu erkranken. Auch Aufmerksamkeitsstörungen könnten ihrer Meinung nach durch den Mangel bestimmter Nährstoffe hervorgerufen werden. Möglicherweise lässt sich bei psychisch kranken Patienten mit veränderter Ernährung eine Verbesserung erzielen. Die Theorien stecken jedoch noch in den Anfängen, so die Forscher.
Quelle: Apothekenzeitung

