Sommer, Sonne, Krebs

Bild: www.himmelrich.chEigentlich kann man’s im Moment ja noch gar nicht glauben, aber doch: der Frühling hat begonnen und bald sind die ersten Sonnenbäder möglich. Zellbiologen sind noch dabei, zu erforschen, wie die Hautzellen genau auf Sonnenstrahlen reagieren. Was sie bis jetzt herausgefunden haben, klingt nicht gerade nach Entwarnung für Sonnenanbeter: Die Haut merkt sich jeden Sonnenstrahl!

Die Haut vergisst offenbar nichts. Eine Studie mit 13 000 Schulanfängern bewies Anfang der neunziger Jahre, dass die Anzahl der Leberflecken davon abhängt, wie viel Sonne die Kinderhaut aushalten musste. ‚In der Kindheit wird der Grundstein für den späteren Hautkrebs gelegt“, warnt Rüdiger Greinert, Biophysiker im zellbiologischen Forschungslabor.

Mehr als 40 Leberflecken von über zwei Millimeter Durchmesser gelten als Risikofaktor für das maligne Melanom, den bösartigen ‚schwarzen Hautkrebs“. Andere Hautkrebsarten hängen von der UV-Lebenszeitdosis ab.

Doch wie das Gedächtnis der Haut auf genetischer Ebene funktioniert, welche Hautzellen die Genschäden speichern und wie Hautkrebs entsteht ist weitgehend ungeklärt. Auch die jetzt gefundenen ‚Gedächtniszellen“ der Haut geben den Zellbiologen noch Rätsel auf.

Tipps fürs Sonnenbad:

• Mittagssonne meiden!
• Die Haut braucht Zeit, um sich an die Sonne zu gewöhnen.
• In der Sonne immer sonnendichte Kleidung mit UV-Schutzfaktor (UPF) von mindestens 30 und Kopfbedeckung tragen.
• Unbedeckte Körperstellen eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad mit Sonnenschutzmittel eincremen.
• Sonnenschutz mehrmals täglich erneuern. Achtung: Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht.
• Beim Baden nur wasserfeste Sonnencreme verwenden, nach dem Abtrocknen erneuern.
• Wer Medikamente nimmt, sollte den Arzt nach Nebenwirkungen durch Sonnen befragen.
• Der Verzicht auf Deo und Parfüm vermeidet Pigmentflecken.
• Säuglinge grundsätzlich kein Sonnenbad nehmen lassen.
•”Vorbräunen“ im Solarium schadet der Haut und lässt sie schneller altern.

Einen ausführlichen Artikel zur Arbeit der Zellbiologen gibt es hier
(Quelle: echo online)

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