Partnerschaft und Essstörung: Studie zur partnerschaftlichen Kommunikation geplant

Essstörungen wie Magersucht und Ess-Brechsucht galten bisher als typische Störungen der Adoleszenz. Es zeigt sich jedoch, dass die Erkrankungen genauso erst bei erwachsenen Frauen auftreten können. Eine Psychologin der Uni Mainz plant jetzt eine Studie über die Kommunikation von Paaren, bei denen die Frau unter einer Essstörung leidet.

Viele dieser vergleichsweise älteren Patientinnen sind verheiratet oder leben mit einem Partner zusammen. “Dies wirft die Frage auf, welchen Einfluss die Essstörung auf die Partnerschaft hat oder umgekehrt, inwiefern die Beziehung zu einem Partner den Verlauf einer solchen Störung beeinflusst”, sagt Dr. Tanja Legenbauer vom Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Vermutet wird, dass Frauen mit Essstörungen und ihre Partner ihre Beziehung jeweils als weniger zufriedenstellend erleben im Vergleich zu Frauen, die nicht von Essstörungen betroffen sind, und ihren Männern. Außerdem wird angenommen, dass die beiden Gruppen einen unterschiedlichen Kommunikationsstil zeigen. Für die Studie am Psychologischen Institut werden noch Frauen mit Essstörungen gesucht, die bereit sind, gemeinsam mit ihrem Partner teilzunehmen.

Klingt ganz interessant, finde ich. Bin mal auf die Ergebnisse gespannt. Ach ja, wer mitmachen will:

Kontakt und Informationen:
Dr. Tanja Legenbauer
Psychologisches Institut
Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
E-Mail: ambulanz.psychotherapie@uni-mainz.de

(Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Eine Antwort zu “Partnerschaft und Essstörung: Studie zur partnerschaftlichen Kommunikation geplant”

  1. Schmausi sagt:

    Da ist ganz sicher was dran. Ich habe selbst immer mal wieder unter Bulimie gelitten. Besonders Schlimm war es immer dann, wenn sich bei mir mal wieder die Probleme angehäuft hatten. Egal ob beruflicher oder persönlicher Natur. Immer dann hatte ich das Gefühl, daß das einzige was ich wirklich kontrollieren kann mein Körper ist. Auch als damals meine Ehe den Bach runter ging nahm ich rapiede fast 20 Kilo auf diese ungesunde Art ab. Und fühlte mich dadurch stark und unverletzbar, weil mir meine Umwelt auch das Gefühl gab gut auszusehen. Und die paar Nörgler habe ich einfach ignoriert. Ich will ja nicht sagen, daß meine Ehe aus diesem Grund in die Brüche gegangen ist, aber diese ewige Kontrolle und Nörgelei (geboren aus Sorge) hat schon die Grundstimmung nochmehr verschlechtert und dadurch vergrößerten sich meine Probleme und damit wurde die Bulimie noch extremer. Ein Teufelskreis!!! Von daher finde ich es handelt sich bei dieser Studie endlich einmal um ein sinnvolles Thema, daß der Erforschung bedarf. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen Partner einen Weg zu finden dem Betroffenen zu helfen ohne zu sehr zu erdrücken.

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