PSA-Test: Lebensrettend oder Überflüssig?

Es gibt einen Bluttest, der Prostata-Tumore in einem sehr frühen Stadium aufspüren kann. Er weist erhöhte Werte des prostatatspezifischen Antigens (PSA) nach. Für Männer mit Prostata-Beschwerden ist der PSA-Test zur Diagnose anerkannt und wird von den Kassen bezahlt. Doch die Fachleute streiten sich, ob es sinnvoll ist, dass gesunde Männer ohne Beschwerden getestet werden.
Für einen Teil der Patienten kann eine frühzeitige Diagnose und Therapie von Postatatkrebs lebensrettend sein. Leider gibt es noch keine sichere Möglichkeit, die Patienten herauszufiltern, die von der Behandlung sicher profitieren und sie von denjenigen zu unterscheiden, die gar nicht oder noch nicht behandelt werden müssen.

Im aktuellen Heft der Stiftung Warentest gibt ein lesenswerter Artikel Aufschluss über das Für und Wider des PSA-Tests für Männer.

Etliche Männer werden so durch Früherkennungsuntersuchungen zu Patienten, obwohl sie beschwerdefrei sind und der Krebsherd so klein ist und so langsam wächst, dass sie gar nicht behandelt werden müssten. Bevor ein Mann sich zum PSA-Test entschließt, sollte er die Konsequenzen bedenken. Es ist eine ganz persönliche Entscheidung, welche Risiken größeres Gewicht haben: mit Nebenwirkungen behaftete und eventuell unnötige Therapien oder ein zu spät erkannter Krebs. Statistische Erkenntnisse darüber, ob der PSA-Test wirklich Leben retten kann, werden für 2008 erwartet. Dann sollen die Ergebnisse von zwei internationalen Studien vorliegen.

(Quelle: test 5. Mai 2006)

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