Nachwachsende Gliedmaßen: Vom Axolotl lernen heißt siegen lernen
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So ein Salamander hat’s gut: Sobald ihm ein Körperteil abhanden kommt, lässt er es nachwachsen. Passiert einem Menschen das gleiche - Riesentheater! Aus und vorbei - das abgetrennte Originalteil ist meistens zu nichts mehr zu gebrauchen und dann muss man sich mit einer Prothese oder anderen Provisorien herumschlagen. Total unpraktisch. Ganz lässig dagegen der Axolotl: Der Kaltblüter mit dem drolligen Namen ist in Mexiko beheimatet. Er kann nicht nur abgetrennte Beine neu bilden, sondern beispielsweise auch seinen Schwanz inklusive Rückenmark. Das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden untersucht zur Zeit die Prozesse, die dieser Fähigkeit zugrunde liegen.
Ziel des Projekts ist es, herauszufinden, welche Gene diesen Vorgang steuern. Ein wichtiger Faktor in diesem Prozess ist der, dass nach einer Verletzung die bereits ausgewachsenen Muskelzellen ihre Differenzierung zurücknehmen und wieder zu Universalzellen, also zu Stammzellen werden. Es ist denkbar, dass das genetische Programm, das Gliedmaßen nachwachsen lässt, ursprünglich in jedem Lebewesen, also auch im Menschen angelegt war. Während es im Axolotl, der sich seit 350 Millionen Jahren nicht weiterentwickelt hat, jedoch erhalten blieb, wurde es beim Menschen im Laufe der Evolution teilweise abgeschaltet. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass das Programm als solches immer noch vorhanden ist. Die Grundlagenforschung am Salamander ist ein Schritt auf dem Weg, diese Funktionen beim Menschen wieder aufzuspüren und eventuell zu reaktivieren.
Das hat man jetzt von der ewigen Weiterentwicklerei! Ich wünsche den Wissenschaftlern jedenfalls viel Erfolg dabei, alles wieder so hinzukriegen wie vor 350 Millionen Jahren.
Ach ja: Mein Wissen aus der Wikipedia muss ich hier auch noch unbedingt anbringen: Beim Axolotl handelt es sich um einen nachtaktiven mexikanischen Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

