Deutsche koksen ungeahnte Mengen

Das könnte natürlich eine Erklärung für die sprichwörtlich fröhlichen Rheinländer sein:

Die Anwohner des Rheins und seiner Zuflüsse bis zur Stadt Köln schnupfen einer Wasseranalyse zufolge etwa neun Tonnen Kokain im Jahr. Das schließen Wissenschaftler des Nürnberger Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung aus der Messung eines Kokain-Abbauprodukts im größten deutschen Fluß.

Auf seinem Weg bis Köln nehme der Rhein das Abwasser von fast 40 Millionen Menschen auf, erläuterte Institutschef Professor Fritz Sörgel. Für ganz Deutschland ergebe sich aus den Meßwerten ein grob geschätzter Jahresverbrauch von etwa 20 Tonnen Kokain.

Die Nürnberger Forscher hatten die Konzentration des Kokain- Stoffwechselprodukts Benzoylecgonin in Flüssen bestimmt. Der Stoff wird von Kokainkonsumenten ausgeschieden und gelangt mit dem Abwasser in die Flüsse.


Vor einem Jahr sind die Forscher des Nürnberger Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) erstmals auf den Trick mit der Rheinwasseranalyse gekommen, um dem tatsächlichen Kokainverbrauch der Deutschen auf die Spur zu kommen.

“Sind die Ergebnisse des IBMP korrekt, dann liegt die tatsächliche Zahl der Kokainkonsumenten offensichtlich deutlich über den bisherigen Annahmen”, sagte Roland Simon vom Münchner Institut für Therapieforschung (IFT), das die Bundesregierung und die EU mit den deutschen Kokainkonsum-Statistiken beliefert.

Quelle: Ärztezeitung, Spiegel

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