Adventskalender Tipp 14: Keine Angst vor Fett!

 Media Media 3De60Cd5C4E76Ständig bekommt man von allen Seiten vermittelt, je weniger Fett man zu sich nähme, desto besser für die Gesundheit. Also hat man das Gefühl, sich etwas gutes zu tun, wenn man zu fettreduzierten Lebensmitteln greift beziehungsweise fettarme Alternativen zu Chips und Schoko wählt. Aber der Körper ist mal wieder schlauer und lässt sich nicht austricksen: Fettarme Snacks verleiten dazu, mehr zu essen.

Wer “fettarme” Nahrungsmittel konsumiert, nimmt in der Summe im Durchschnitt bis zu 28 Prozent mehr Kalorien auf, als wenn er zu ähnlichen Produkten ohne dieses Label griffe.

Das hat Brian Wansink von der Cornell University in Ithaca (US-Bundesstaat New York) bei Erhebungen in Kinos, Ferienanlagen und Privathaushalten herausgefunden.

“Die Leute vergegenwärtigen sich nicht, daß fettarm nicht unbedingt kalorienarm bedeutet”, sagte Wansink einem Bericht der Online-Agentur EurekAlert zufolge. Tatsächlich hätten fettarme Snacks im Durchschnitt elf Prozent weniger Kalorien als herkömmliche Produkte.

Die Konsumenten schätzten die Kalorienzahl jedoch um bis zu 40 Prozent niedriger ein. Für fettleibige Menschen seien die Folgen dieses Irrtums besonders fatal, denn sie nähmen auf diese Weise bis zu 45 Prozent mehr Kalorien zu sich, als wenn sie sich auf herkömmliche Weise ernährten.


Wer mehr über Diätlügen, Ernährungsirrtümer und das faszinierende System des Ponderostats wissen will, dem sei der verehrte Udo Pollmer und alle seine Bücher, vor allem das neueste “Esst endlich normal!” wärmstens empfohlen.

Quelle: Ärztezeitung

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