Mikrowellen sind schädlich - für Krankheitserreger

Wie wär’s, wenn Sie statt einer Tiefkühlmahlzeit mal Ihre Spüllappen ein paar Runden in der Mikrowelle drehen ließen? Ja, das ist ernst gemeint. Wissenschaftler der University of Florida in Gainesville haben dreckige Schwämme, feuchte Putzlappen und kontaminierte Feudel in einen Mikrowellenherd gesteckt, sie bestrahlt und danach ihre Bakterienlast gemessen.

Es ist ja nix neues, dass Spüllappen oft völlig bakterienverseucht sind und daher eher krank als sauber machen. Spüllappen und -schwämme sind eine begehrte Wohnadresse für Bakterien, Viren, Parasiten und Sporen, denn da hat man’ immer muckelig warm und feucht. Nach Aussagen der Forscher, die jetzt den Mikrowellentrick erfunden haben, erkranken jährlich sechs Millionen Menschen in den USA an an Keimen aus der Nahrung, 9000 davon sterben.

“Die Mikrowelle ist eine starke und billige Methode der Sterilisation”, sagt Gabriel Bitton, der Leiter der Studie, und rät, Hausschwämme etwa jeden zweiten Tag in die Mikrowelle zu legen. Wichtig ist dabei allerdings, dass Feudel, Schwamm und Lappen ordentlich feucht und nicht metallhaltig sind – sonst droht Feuergefahr.

Quelle: Spiegel online

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