Erneut Model an Magersucht gestorben
Erneut ist ein Fotomodel an den Folgen von Magersucht gestorben. Die 18-jährige Uruguayerin Eliana Ramos sei verhungert, berichteten nationale Medien unter Berufung auf Ärzte in der Hauptstadt Montevideo.
Ihre Schwester, Luisel Ramos, ebenfalls Fotomodell, war im vergangenen August im Alter von 22 Jahren nach einer Modenschau in Montevideo tot zusammengebrochen. Todesursache war ein Herzinfarkt infolge von Mangelernährung.
Pancho Dotto, Elianas Manager und Chef ihrer Modelagentur bestreitet einen Tod durch Magersucht. Und spricht von einem Erbleiden innerhalb der Familie.
Dass die untergewichtigen Models als Vorbilder eine Ursache für die zunehmende Magersucht unter Jugendlichen sind, stellte die ehrwürdige British Medical Association bereits vor sechs Jahren fest. In Deutschland gibt es laut Schätzung 100 000 Magersüchtige und 600 000 Bulimie-Kranke. Fünf Prozent der Betroffenen sterben an der Magersucht.
Modenschauen in Spanien und Italien haben inzwischen ultradünnen Frauen den Laufsteg verboten. In Madrid wurden bei der bedeutendsten jährlichen Modenschau 2006 fünf von 69 Models wegen Untergewichts abgewiesen. Die Organisatoren der Fashion Week in Großbritannien lehnten es ab, Verbote auszusprechen, erklärten aber, es würden keine Frauen der Size Zero eingesetzt. Diese Konfektionsgröße entspricht einer in Deutschland nur selten vorhandenen 32 - offiziell den Maßen einer Zwölfjährigen.
Quelle: Ärtezeitung, Bild: magersucht.de
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