Migräne-Operation?

 Img Art 2 1 1172584426Neue Hoffnung für Patienten mit extremer Migräne verspricht eine Therapie aus den USA:

Erster Schritt der Behandlung ist die diagnostische Anwendung von Botulinumtoxin. Dieses wird zunächst in einen einzelnen der möglichen Triggerpunkte im Bereich von Stirn, Hinterkopf oder Schläfe injiziert, um anschließend auf eine eventuelle Linderung der Migräne zu warten.

Sorgt diese diagnostische Therapie für eine deutliche Besserung der Beschwerden, schlägt die Stunde der plastischen Chirurgen, die den Muskel durchtrennen, der dem Triggerpunkt zuzuordnen ist.

Bleibt die Injektion des Botulinumtoxins erfolglos, wird der nächste Triggerpunkt getestet. Reagiert keiner der möglichen Triggerpunkte positiv auf die Injektion, kommt eine operative Therapie nicht in Frage.

Die Therapie und ihre Chancen wurden auf mehreren Fachkongressen präsentiert und in Fachzeitschriften publiziert. Fälle wie derjenige von Sharon Bennett aus Houston sind keine Seltenheit: Die 45-jährige musste zuletzt wöchentlich zwei bis drei schwere Migräneanfälle über sich ergehen lassen, hatte ihren Job und jeglichen Lebensmut verloren. Nach der Behandlung kommt nur alle paar Monate eine Attacke.

Auf die Idee zu dieser Behandlung kamen die plastschen Chirurgen Dr. Bahman Guyuron und Dr. Jeffrey Janis, eher per Zufall: Ihnen war aufgefallen, dass sich bei einigen Patienten nach einem kosmetischen Lifting der Augenbrauen die Migränebeschwerden deutlich besserten.

Mehr Informationen:
Migräne-Chirurgie in Deutschland
Migräne-Artikel in der Ärztliche Praxis

Quelle: Ärztliche Praxis, Bild: Ärztliche Praxis

Technorati Tags:

Kommentar schreiben