Impflücken: Masern - unterschätzte Gefahr

 Blob Images C10255815 L20Zu Beginn der Masernsasion machen Behörden auf die Masernimpfung aufmerksam. Gerade im Frühjahr steige die Zahl der Masernerkrankungen sprunghaft an, sagte Horst Baumeister, Abteilungsleiter für Hygiene und Infektiologie am nordrheinwestfälischen Landesinstitut für den öffentlichen Gesundheitsdienst. Besonders ältere Kinder und Jugendliche seien oft nicht ausreichend geimpft, betonte Baumeister. In diesem Bereich bestehe eine Impflücke, die dringend geschlossen werden sollte. Zudem bezahlten die Krankenkassen die Kosten für Impfungen von Kindern und Jugendlichen. In diesem Jahr gibt es bisher erst wenige Masernerkrankungen in NRW. Laut dem Landesinstitut sind derzeit 17 Fälle im Land gemeldet. Da allerdings die eigentliche Saison noch bevorsteht und bis in den Frühsommer dauert, könne diese Zahl schnell ansteigen. Im vergangenen Jahr grassierte eine Masernepidemie in NRW. Mehr als 1700 Fälle wurden gemeldet. Das war die größte Zahl an Masernerkrankungen seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Besonders betroffen war die Region am Niederrhein. Eine Masernerkrankung endet meist glimpflich, kann in Extremfällen aber auch eine Gehirnentzündung auslösen. Eine solche Entzündung kann zu bleibenden Schäden bei den Betroffenen führen und in Einzelfällen auch tödlich enden.
Quelle: Netdoktor, Bild: Niedersächsisches Gesundheitsamt

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