Ostern: Ein Ei wie das andere?

200704011220Jetzt haben Eier Konjunktur. Ostern ohne bunte Eier? Undenkbar! Ein guter Anlass, um mal ein bisschen genauer über dieses uralte Symbol des Lebens und der Auferstehung nachzudenken. Zwar haben Schokoladen-Eier ihren natürlichen Verwandten längst den Rang abgelaufen, trotzdem ist der Run auf Hühnereier zu Ostern ein millionenschwerer, saisonaler Markt. Seit einigen Jahren werden ja das ganze Jahr über bunte, gekochte Eier angeboten. Ich frage mich immer, wer die kauft. Bunte Eier im November, das ist ja wie Weihnachtsstollen im Juni, das will doch niemand…sollte man meinen. Foodwatch erklärt uns, warum man diese Produkte getrost auch an Ostern im Regal liegen lassen sollte.

Das Osterei: alt und aus Käfighaltung

Industriell gefärbte Eier werden vom Handel fast ausschließlich aus Käfighaltung angeboten. Deren Herkunft ist für den Verbraucher nicht nachvollziehbar, weil diese Eier nicht als Eier, sondern als Eiprodukte gelten und somit nicht der Kennzeichnungspflicht unterliegen (das gleiche gilt für Gebäck, Nudeln und Eiskrem mit Eiern). Lediglich das Mindesthaltbarkeitsdatum muss angegeben werden. Gekochte und gefärbte Eier werden oft mit Harz versiegelt, was den Verderb verzögern soll. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist für gekochte bunte Eier auf den 35. Tag (also fünf Wochen) nach dem Legedatum festgelegt. Das gilt aber nur, wenn die Schalen absolut unversehrt sind.

Zweifelhafte Farbstoffe

Ein Schwachpunkt der bereits fertig gefärbten Eier sind die verwendeten Färbemittel. Zwar gelten zugelassene synthetische Lebensmittelfarbstoffe wie E 151 (Brilliantschwarz), E 122 (Azorubin) oder E 102 (Tartrazin) bei äußerlicher Anwendung als unbedenklich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist jedoch daraufhin, dass Farbstoffe manchmal durch poröse Stellen in der Eierschale ins Innere des Eies gelangen, was beim Verzehr zu allergischen Reaktionen führen kann. Doch es gibt eine Alternative: Frische (Bio-)Eier gemeinsam mit den Kindern kurz vor dem Fest mit Naturfarben aus Pflanzensäften oder -extrakten bemalen. Das ist nicht nur bekömmlicher, sondern macht auch mehr Spaß.

Noch mehr Wissenswertes zum Thema Ei kann man auf einem extra Foodwatch-Dokument nachlesen. Da erfährt man auch, was es mit der “Güteklasse A” auf sich hat – klingt erst mal nicht schlecht, nach Qualität und Frische…aber – haben Sie schon mal ein Güteklasse B – Ei zu Gesicht bekommen? Na eben.

Quelle und Bild: Foodwatch

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2 Antworten zu “Ostern: Ein Ei wie das andere?”

  1. herbert sagt:

    Ostereier schmecken nur, wenn man sie selber gefärbt hat und wenn Sie aus Freiland-Biohaltung stammen.
    Wer den gekauften Ramsch ißt, ist selber schuld

  2. Fussball Fan sagt:

    Man muss auch immer bedenken, dass Hühner die unter Stressbedingungen legen auch krank sind und diese Stoffe mit in das Ei bringen.

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