Alkoholkonsum: Ist Deutschland zu liberal?

 Images I 41B7Wc81J0L. Aa240 Verglichen mit anderen Ländern, hält sich Deutschland mit staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Alkoholkonsums vornehm zurück.

Ein Wissenschaftlerteam vom New York Medical College hat untersucht, wie intensiv die 30 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Zugang zu Alkohol beschränken beziehungsweise steuern. Der OECD gehören unter anderem die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan und eine Reihe eruropäischer Länder (unter anderem Deutschland, Schweden, Dänemark, Frankreich und Italien) an.

Um zu mess- und vergleichbaren Ergebnissen zu kommen, entwickelten sie den “Alcohol Policy Index”, der unter anderem folgende Parameter subsummiert:

  • Verfügbarkeit von Alkohol,
  • soziokulturelle Faktoren,
  • Preisgestaltung,
  • Alkoholwerbung und
  • Regelungen zum Alkohol im Straßenverkehr.

Auf einer von 0 bis 100 reichenden Skala erreichten die untersuchten Länder einen durschnittlichen Wert von 42,4. Norwegen belegt mit 67,3 Punkten den ersten Rang, Luxemburg ist mit 14,5 Punkten Schlusslicht. Deutschland bringt es auf 22,4 Punkte und steht damit auf dem 27. Platz.

Echt interessant ist folgendes: Die Untersuchung fand eine hochsignifikante Beziehung zwischen dem Index und der statistischen Trinkmenge je Einwohner und Jahr: Ein Plus von 10 Punkten ist beim Konsum mit einem Minus von einem Liter reinen Alkohols verbunden! Also, da sage noch einer, strengere Regeln helfen nicht.

Quelle: Ärztliche Praxis, Bild: amazon

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