Dicke Ernährungslügen und ein magerer Aktionsplan

 Foodwatch Content E10 E7120 E7128 Kitakinder Web GerEin Aktionsplan für gesunde Ernährung…lassen Sie mich mal überlegen… was könnte man denn da als verantwortlicher Minister machen…hmmm…doch, da gibt’s schon einiges, was sinnvoll wäre:

  • Der Minister müsste sich zum Beispiel bei seinen Freunden von der Lebensmittelindustrie richtig unbeliebt machen. Indem er ihnen zum Beispiel verbietet, Begriffe wie “gesund”, “natürlich” oder “Spitzenqualität” auf ihre Packungen zu schreiben, wenn in Wirklichkeit überzuckerter, künstlicher, billiger Müll drin ist.
  • Oder er könnte mal laut und deutlich sagen, dass Werbung für süße Riegel und bunte Limonaden im Kinderfernsehen nix zu suchen haben.
  • Er könnte ein Verbot von Soft-Drink-Automaten an Schulen erlassen.
  • Er könnte dafür sorgen, dass Hersteller, die wirklich keine Zusätze in ihre Fertiggerichte packen (Frosta), das Privileg hätten, ein staatlich geschütztes Label “Zusatzstofffrei” zu tragen. Und nicht gegen Konkurrenten antreten müssten, die ungestraft auch “ohne Zusatzstoffe” draufschreiben, obwohl es gar nicht stimmt.
  • Er könnte auch veranlassen, dass Verbraucher es mitkriegen, wenn sie gentechnisch veränderte Produkte kaufen.

Ja, der Minister könnte wirklich einiges für seine zu dicken - und übrigens auch für die zu dünnen - Schäfchen tun. Aber dazu bräuchte man ja echten Mumm… Und was den tatsächlichen Aktionsplan angeht, kann ich ausnahmsweise mal dem Herrn Westerwelle von der FDP voll und ganz zustimmen, der soll nämlich laut Bild online gesagt haben: ‚Das ist politischer Klamauk.“ A propos politischer Klamauk - Was ist eigentlich aus Frau Künast’s “Plattform für Ernährung und Bewegung” geworden?

Mehr zum Thema: Bei der Frankfurter Rundschau, bei stern.de, bei der Zeit und bei Foodwatch

Quelle: fr online, Foodwatch, stern, Bild: Foodwatch

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