Trockene Frühlingsluft: Bei blutender Nase hilft Öl-Emulsion
Blutet die Nase ohne ersichtlichen Grund am Morgen, kann’s am Wetter liegen. Wenn sich Frühling und Sommer über längere Zeit von ihrer sonnigen Seite zeigen, schadet die trockene Luft der empfindlichen Schleimhaut. «Sie wird rissig, und es kann sich eine Blutung bilden», sagt Professor Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden. «Und weil der Mensch im Schlaf anders atmet, treten diese Schäden an der Schleimhaut besonders häufig nachts auf und werden morgens bemerkt.» Auch wenn nahezu jede Nase unter trockener Luft leidet, entdecken besonders häufig Allergiker nach dem Schnäuzen Blut im Taschentuch.
«Die allergische Reaktion, beispielsweise auf Gräserpollen, kann zu einer Entzündung in der Nase führen, die dieses Symptom begünstigt», sagt Klimek. Heuschnupfen lässt die Schleimhäute zudem noch schneller austrocknen. Wer an trockenen Tagen unter leichtem Nasenbluten leidet, sollte seine Nase künstlich befeuchten. «Dafür eignen sich am besten sanfte Nasensalben oder eine ölhaltige Emulsion aus der Apotheke», erläutert Klimek.
Leichtes Nasenbluten, das einmalig auftritt und spätestens nach einer Woche ausgeheilt ist, kann durchaus normal sein», betont der Arzt. Macht sich das Problem häufiger oder besonders stark bemerkbar, sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. «Er kann mithilfe einer Nasenendoskopie untersuchen, ob nicht eine andere Erkrankung die Ursache ist», erläutert Klimek. So könnten auch Gefäßveränderungen, Bluthochdruck oder bösartige Geschwülste Auslöser von Nasenbluten sein.
Quelle: Netdoktor, Bild: br-online
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