2030: Tabakrauch tötet mehr Menschen als HIV
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein bisschen in die Zukunft geschaut und geschätzt, was sich in Sachen Gesundheit bis 2030 so tun wird. Und das Ergebnis ist ein bisschen makaber:
Rauchen gegen Aids: 6:4
Tabakrauch wird weltweit im Jahr 2015 um 50 Prozent mehr Menschen töten als das Aidsvirus und damit zehn Prozent aller Todesfälle verursachen. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Rauchen zusammen hängen, dürfte von 5,4 Millionen in 2005 auf 6,4 Millionen in 2015 und 8,3 Millionen in 2030 steigen.
Die häufigsten Killer
Im Jahr 2030 werden demnach die vier bedeutenden Todesursachen Herz- und Lungenkrankheiten, Schlaganfälle und Aids sein.
Aufbauend auf die verfügbaren Daten geht die WHO davon aus, dass in den kommenden 25 Jahren jüngere Menschen bedeutend länger leben werden. Zwar werde sich die Zahl der Aidstoten weltweit bis 2030 etwa verdoppeln (auf 6,5 Millionen), doch bei allen übrigen übertragbaren Krankheiten würden die Todesraten kontinuierlich zurückgehen.
Nicht übertragbare Krankheiten dürften 2030 für 70 Prozent aller Todesfälle verantwortlich sein, schätzt die WHO. Eine Steigerung um 40 Prozent bei den Todesfällen durch Verletzungen werde vor allem durch den Anstieg des Straßenverkehrs ausgelöst.
90 Prozent der Gesundheitsausgaben für weniger als 20 Prozent der Menschen
Die weltweiten Gesundheitsausgaben beliefen sich 2004 laut WHO auf rund 3,7 Billionen Euro. 90 Prozent davon werden in gerade mal 30 Industriestaaten ausgegeben, in denen nicht einmal 20 Prozent der Weltbevölkerung leben.
Quelle: Ärztliche Praxis, Bild: WHO

