Aus für die “Pille für den Mann” - Bayer stellt Forschung ein

 Fileadmin Xml Xmlnews Cps.Aee93.070607122609.Photo00.Quicklook.Default-200X133Die «Pille für den Mann» wird es so bald nicht geben: Das einzige Pharmaunternehmen, das zuletzt noch daran tüftelte, Bayer Schering Pharma, stellt die Forschung für das Verhütungsmittel ein. Welche Gründe zum Aus führten, wollte die Unternehmenssprecherin am Donnerstag nicht sagen.

Schon seit einigen Jahren suchen Forscher nach einem medikamentösen Verhütungsmittel für Männer. Im Vergleich zur Anti-Baby-Pille für Frauen ist die ‚Pille für den Mann“ schwieriger. Ziel ist es vor allem, die Reifung oder Produktion der Spermien zu unterbinden oder die Samenzellen in ihrer Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit einzuschränken.

Seit einigen Jahren wird an der Entwicklung einer Kombination aus einer Drei-Monats-Spritze mit dem männlichen Hormon Testosteron und einem Implantat mit dem weiblichen Hormon Gestagen gearbeitet. Das Gestagen reduziert die Spermienproduktion, aber es senkt auch den Testosteronspiegel, was negative Folgen für Lustempfinden, Potenz und Muskeln hat. Deshalb muss der Testosteronspiegel wiederum künstlich angehoben werden. Das ist ganz schön umständlich und Fachleute gehen davon aus, dass die in einer klinischen Studie bereits erprobte Kombinationsmethode auf dem Markt keine breite Akzeptanz finden würde.

Und weil sie gerade schon mal beim aufräumen waren, haben sie gleich den gesamten Bereich Andrologie, also Männerheilkunde, abgeschafft. Schering soll sich demnach künftig auf nur vier Kerngebiete konzentrieren: Krebs, Frauen-Gesundheit, Herz-Kreislauf und diagnostische Bildgebung.

Quelle: Ärzteblatt, Netzeitung, Bild: gesundheit.de

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