Zahl der Frühgeburten steigt
Weil Schwangere immer älter sind, kommen immer mehr Babys früher als erwartet zur Welt. Auch die Zahl der Fehlgeburten hat Besorgnis erregend zugenommen. Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland steigt seit Mitte der neunziger Jahre und liegt inzwischen bei etwa neun Prozent. Derzeit kämen jährlich rund 63 000 Kinder als Frühgeborene zur Welt.
Rund 12.000 davon würden bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren, heißt es unter Berufung auf den Epidemiologen Wolf Kirschner von der Gesellschaft «Forschung, Beratung und Evaluation» an der Charité in Berlin.
Beunruhigend sei auch die hohe Zahl der Fehlgeburten, hieß es. Bei den bundesweit jährlich 840.000 Schwangerschaften komme es schätzungsweise zu 140.000 Fehlgeburten vor der 22. Woche.
Hauptursache sei das steigende Alter der Frauen bei der ersten Schwangerschaft, sagte Joachim Dudenhausen, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin der Charité. Vor diesem Hintergrund sei bereits vor sieben Jahren das bundesweite Programm «Babycare» entwickelt und in die Schwangeren-Vorsorge eingeführt worden.
Quelle: Netzeitung, Bild: babylinks.at
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28. October 2008 um 08:54
[...] Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland ist weiter gestiegen. ‚In den letzten 30 Jahren sind in der westlichen Welt die Frühgeburten um ungefähr 30% angestiegen“, berichtet der Leiter des Bereichs Geburtshilfe am Universitätsklinikum Münster, Prof. Walter Klockenbusch. Derzeit würden bundesweit rund 10% aller Babys vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren und gelten somit als Frühgeburt. (Bei unserem letzten Bericht zum Thema 2007 waren es noch 9%) Ein Grund seien mehr Zwillingsgeburten infolge künstlicher Befruchtungen. Diese Kinder kommen häufig vor dem normalen Geburtstermin (nach 40 Wochen Schwangerschaft) auf die Welt. Zudem gebe es immer mehr Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes und starkem Übergewicht. Dies führe häufig zu Komplikationen, so dass die Babys allein aus medizinischen Gründen zum Beispiel durch einen Kaiserschnitt früher auf die Welt kämen. [...]