Lebensgefährlich: Diabulimie
Folgende Nachricht habe ich gerade gefunden:
Bis zu ein Drittel der jungen Mädchen, die an Diabetes leiden, lässt Insulin-Injektionen aus, um dünn zu bleiben. Zu dieser Einschätzung kommen britische Ärzte der Organisation Charity Diabetes UK.
Patienten, die an Typ 1 Diabetes leiden, produzieren selbst keinerlei Insulin. Sie benötigen täglich Injektionen, um Blutzucker absorbieren zu können. Ist zu wenig oder kein Insulin im Blut, kann der Zucker nicht aufgenommen werden und der Körper greift auf seine Fettreserven zurück. Das wiederum führt zu einem rapidem Gewichtsverlust, den junge Mädchen oft anstreben.
“Das Problem ist schon lange bekannt. Die Schätzung von einem Drittel halte ich aber zumindest für Österreich für zu hoch”, erklärt Gertraud Sadilek, Präsidentin des Verbands Österreichischer Diabetesberaterinnen.
“Diabulimie”, wie Ärzte die Erkrankung nennen, kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der PatientInnen haben. “Über längere Zeit ist dieses Verhalten eine gefährliche Gratwanderung. Die Zuckerwerte steigen und die Mädchen verlieren viel Flüssigkeit. Irgendwann kippt der Stoffwechsel und das kann bis zum Koma führen”, warnt Sadilek. Auch weitere, ernste Erkrankungen wie Erblinden sowie Herz- und Nierenschäden können die Folge sein.
Wenn die Insulinspritze zwischendurch einmal vergessen wird, sei das noch nicht so schlimm. “Es ist vergleichbar mit einer einmaligen, großen körperlichen Anstrengung. Davon erholt man sich auch, wenn man nicht fit ist”, erklärt Sadilek. Gefährlich würde es, wenn das Insulin dauerhaft fehle. Der Missbrauch von Insulin zur Manipulation des Körpergewichts finde jedoch auch in umgekehrtem Sinne statt. “Ich kenne den Fall eines Mannes, der zu mager war, um von der Gendarmerie aufgenommen zu werden. Sein Hausarzt hat ihm kurzerhand Insulin verschrieben, um ihm zu helfen Gewicht zuzunehmen,” erzählt Sadilek.
Quelle: pressetext.austria,
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14. November 2007 um 17:22
Das ist doch Wahnsinn! Mich wundert, das so viele es immer noch nicht verstehen. Wichtig ist, dass man selbst mit seienem Körper zufrieden ist. Ich bin es derzeit nicht und ich versuche mit der Montiganc Methode abzunehmen. Dies funktioniert auch langfristig. ich kenne viele denen es schon sehr geholfen hat.
8. February 2008 um 12:48
Ich finde die Art. wie dieser Artikel hier insziniert wurde, abscheulich.
Wisst ihr, wie man sich fühlt, wenn man dieses Scheißproblem hat? Habt ihr irgend eine Ahnung davon? Wohl nicht! Sonst würdet ihr es nicht als pervers bezeichnen.
Ich finde das total beleidigend. Ich habe es nicht mehr in der Hand. ES IST EINE REINE SUCHT und das hat ncihts mehr mit Verstand zu tun!!!
Wenn ihr eine Lösung für “Diabulimiker” habt: Bitteschön, sagt sie mir!
Und glaubt nicht, dass wir nicht wüssten welche Folgen das ganze hat. Mein Stiefvater ist Diabetologe, meine Mutter Diabetesassistentin und ich träume nachts von den Folgeschäden. Sie wurden mir ja auch oft genug genauestens erklärt!
Es kotzt mich an, wie ihr darüber abzieht, als wäre das alles nur eine Laune oder so, wie wenn jemand Müll auf die Straße wirft und man sich darüber aufregt!
Mir konnte übrigens kein therapeut hier helfen, weil keiner irgendeine Ahnung hatte und fast niemand von dieser Erkrankung wusste.
8. February 2008 um 16:03
Liebe Anika,
Du hast recht, der Artikel war blöd geschrieben und ich habe ihn geändert. Ich habe zum ersten Mal von Diabulimie gehört und war geschockt, welche Risiken Menschen in Kauf nehmen um abzunehmen. Aber der Artikel erweckte tatsächlich den Eindruck, als handele es sich um eine Laune. Das wollte ich so nicht. Vielen Dank für die Rückmeldung!
Für pervers halte ich nicht die Essgestörten, sondern den Schlankheitswahn in der Gesellschaft, die es vor allem Frauen so schwer macht, ihren Körper zu lieben und anzunehmen.
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du schnell professionelle Hilfe findest.
Viele Grüße
Dorothee
17. September 2008 um 15:53
Hey!
Erst jetzt habe ich nochmal auf diesen artikel geschaut und gemerkt, dass du Dorothee, auf meinen Kommentar geantwortet hast. Ich danke dir! Ich danke dir auch für die Änderung im Artikel, der sich jetzt wesentlich sachlicher anhört als zuvor.
Wenn dich dieses thema interessiert, du in der Richtung engagiert bist, wie auch immer… so kannst du mich dazu fragen… ich wünsche mir, dass dieses thema ernst genommen mehr in die Öffentlichkeit tritt.
Anika
8. May 2010 um 17:27
Danke, daß der Artikel noch geändert wurde. Das hat mir gut gefallen. Also ich komme wieder keine Frage.
19. May 2010 um 10:06
Hey!
meine Tochter Lisa (19) ist seit 2 Jahren Typ1 und zeigt seit gut anderthalb Jahren das geschilderte Verhalten “Diabulimie”. Ihr Hb1c liegt seit dieser Zeit bei 14 und wir wissen nicht mehr weiter.
Wir haben schon dreimal den Diabetologen gewechselt, sie war 10 Tage im Diabetes Zentrum Bad Mergentheim und zwei Psychologen haben ihr Glück versucht alles ohne Erfolg.
Also wir sind für jegliche Hilfe/Vorschläge um ihr zu helfen offen und dankbar
24. May 2010 um 21:12
nimmt man denn mit den Insulin spritzen so viel zu , dass man sie weglassen muss? verstehe ich nicht.
20. April 2011 um 23:50
Ich sehe es wie Mona - die Zusammenhänge sind mir da nicht so wirklich klar…
26. April 2011 um 22:47
Ich kann mich mona und anita nur anschließen - könntest du das bitte noch aufklären. Mir ist dieser Zusammenhang auch nicht so recht klar… Dankeschön!
21. June 2011 um 11:31
@mona: Soweit ich weiss veranlasst Insulin die Zellen dazu den Zucker aus dem Blut aufzunehmen, ihn dann in Fett umzuwandeln. Das Fett wird dann solange eingelagert, bis es zur Energiegewinnung gebraucht wird. Wenn man dann viel Ißt und noch Insulin nimmt, dann führt das zu mehr Fetteinlagerungen…