Die hoch gelobte “Süße aus Früchten” macht fett
“Nur mit der Süße aus Früchten!” schreiben Lebensmittelhersteller gerne auf ihre Produkte. Dass Zucker die Zähne zerstört und dick und schlapp macht, wissen ja inzwischen alle. Aber die “Süße aus Früchten”, das klingt doch schon ganz anders. Richtig gesund und hochwertig. Ist es aber nicht. Weder das eine noch das andere. Industriell hergestellte Nahrungsmittel - vor allem auch Softdrinks - enthalten häufig einen mit Fructose angereicherten Sirup aus Maisstärke (high-fructose corn syrup). Der hat eine hohe Süßkraft, ist billig und einfach im Handling. Besonders spezielle Kinderprodukte sind dadurch oft wahre Zuckerbomben.
Ein hoher Fructose-Anteil in der Ernährung kann schleichend zu einer Leptin-Resistenz führen. Kommt dann noch eine hochkalorische und fettreiche Kost hinzu, ist der Grundstein für Übergewicht gelegt. Steht heute in der Ärztlichen Praxis.
Das Hormon Leptin spielt eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel, es signalisiert dem Körper, dass seine Fettspeicher gefüllt sind und vermindert so Hungergefühle.
Bereits frühere Studien konnten belegen, dass eine Leptin-Resistenz bei gleichzeitig energiereicher Ernährung zu einer rapiden Gewichtszunahme führen kann. Aktuelle Tierversuche zeigen, dass die Resistenz gegenüber dem Hormon durch übermäßigen Fructose-Verzehr ausgelöst werden kann und sich schleichend entwickelt.
Übrigens: Kariesbakterien (Streptococcus mutans) sind sich auch nicht zu fein, Fructose zu verwerten und sie in zahnschädliche Säuren umzuwandeln. Hauptsache Zucker.
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Alles Zucker (Quelle: www.zahnwissen.de)
Fruchtzucker (Fruktose)
vorkommend in süßen Früchten, wird er auch künstlich aus Rohr- oder Rübenzucker hergestellt
Haushaltszucker (Saccharose)
Herstellung aus Zuckerrohr und Zuckerrüben. Unter dem Namen “Weißzucker” sind beide Arten in Eigenschaften und Geschmack identisch
Malzzucker (Maltose)
Zwischenprodukt bei der Stärkespaltung, z.B. beim Keimen von Gerste (Gerstenmalz). Der Malzextrakt wird aus der angekeimten, gedarrten und eingedampften Gerste gewonnen
Milchzucker (Laktose)
Vorkommen in allen Milchprodukten; wird industriell aus Molke gewonnen. In Deutschland leiden circa 10 - 15% der Bevölkerung unter einer Lactoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)
Rohrzucker (brauner Zucker)
gewonnen aus dem Zuckerrohr tropischer Gebiete. Der beim Pressen gewonnene Saft enthält Trübstoffe, die mit Kalk und Kohlensäure gebunden und ausgefiltert werden. Dann wird der Saft erhitzt und eingedickt. Dieses Produkt ist noch gelbbraun verfärbt und wird durch Abbrausen mit Wasserdampf gereinigt. Dann wird der Zucker nochmals aufgelöst und kristallisiert. So erhält man den schneeweißen Zucker, die Raffinade. Für die Kristallisation wird feingemahlener Zucker als “Impfkristall” beigegeben
Rohzucker, auch Vollrohrzucker
ist eingedickter, zu Sirup verkochter und gemahlener Zuckerrohrsaft
Rübenzucker
Zuckerrüben lassen sich nicht pressen. Deshalb werden sie zerkleinert und als “Rübenschnitzel” eingeweicht. Mit auf 70° C erhitztem Wasser werden der Masse die Zuckeranteile entzogen. Dieser Saft wird dann von störenden Bestandteilen wie Pflanzenfasern getrennt: Durch zugegebenen Kalk flocken die Nichtzuckerstaffe aus, der Kalk wiederum wird durch Kohlensäure ausgefällt. Das Ganze wird gefiltert und zentrifugiert und ergibt einen Dünnsaft, der anschließend zu Dicksaft verkocht wird. Dann folgt wie beim Rohrzucker die Kristallisation
Zuckerrübensirup i
st eingekochter Saft aus den Rübenschnitzeln. Er besteht zu rund 60 Prozent aus Zucker, außerdem Wasser und Faserstoffen. Dieser Sirup enthält noch einige Mineralstoffen und eignet sich als Brotaufstrich und zum Backen
Traubenzucker (Dextrose, Glukose)
kommt in Früchten und Honig vor. Der handelsübliche Traubenzucker wird dagegen mit Hilfe von Enzymen aus Mais- oder Kartoffelstärke gewonnen, da die Menge des Traubenzuckers auf Fruchtbasis zu gering ist, um ihn industriell lohnend zu verarbeiten
Wer’s noch genauer wissen will, guckt mal bei der Uni Köln.


25. October 2008 um 14:20
Nunja.. da hat man schon viel darüber gelesen. Es bleibt abzuwarten… von künstlichen Mischgetränken halte ich gar nichts!
6. April 2009 um 04:21
Es gibt kaum ein “Nahrungs”mittel, das so ungesund ist wie der aus Mais gewonnene Fruktosesyrup. Man kann gar nicht genug davor warnen!
Alle Zucker, die angereichert sind, sind ungesund - weil Zucker in der Natur nicht angereichert vorkommt. Aber der Fruktosesyrup schiesst den Vogel ab!
Alexa Fleckenstein M.D., Aerztin, Autorin.
14. January 2010 um 03:46
Huiuiui da werde ich mal schauen was ich das nächste mal im Supermarkt in den EInkaufswagen lege.
25. June 2010 um 22:49
Ja, der Fruktosesirup hat es in sich und viele wissen das gar nicht. Ich benutze zum Süßen meist Honig, denn als Alternative künstlichen Süßstoff nehmen ist auch nicht meins (zumal es auch nicht schmeckt).
12. March 2011 um 14:31
Ich lehne so künstliche Sachen auch grundsätzlich ab!