Uni Münster will die Frühgeburtenrate senken

Frühgeburt200Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland ist weiter gestiegen. ‚In den letzten 30 Jahren sind in der westlichen Welt die Frühgeburten um ungefähr 30% angestiegen“, berichtet der Leiter des Bereichs Geburtshilfe am Universitätsklinikum Münster, Prof. Walter Klockenbusch. Derzeit würden bundesweit rund 10% aller Babys vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren und gelten somit als Frühgeburt. (Bei unserem letzten Bericht zum Thema 2007 waren es noch 9%)
Ein Grund seien mehr Zwillingsgeburten infolge künstlicher Befruchtungen. Diese Kinder kommen häufig vor dem normalen Geburtstermin (nach 40 Wochen Schwangerschaft) auf die Welt. Zudem gebe es immer mehr Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes und starkem Übergewicht. Dies führe häufig zu Komplikationen, so dass die Babys allein aus medizinischen Gründen zum Beispiel durch einen Kaiserschnitt früher auf die Welt kämen.

Die Uniklinik startet jetzt eine Studie zum Thema Frühgeburten. Dabei werden Schwangere mit dem körpereigenen Hormon Progesteron behandelt, um das Risiko einer Frühgeburt zu verringern. “Wir sind zuversichtlich, dass wir die Frühgeburtenrate um bis zu 50 Prozent reduzieren können”, sagte Klockenbusch. An der Studie können schwangere Frauen teilnehmen, die bereits eine Frühgeburt hatten, oder bei denen aus anderen Gründen diese Gefahr besteht.

Quelle: Uniklinik Münster

6 Antworten zu “Uni Münster will die Frühgeburtenrate senken”

  1. Michaela sagt:

    Das wäre auf jeden Fall ein Fortschritt, denn eine Frühgeburt bringt ja auch immer gewisse Risiken mit sich. Die Frage ist nur, ob es nicht auch Nebenwirkungen durch die Behandlung mit diesem Hormon gibt!?

  2. Ruben sagt:

    Ich hab das Gefühl das immer weniger Frauen ihre Kinder “normal” bekommen. Künstliche Befruchtung, Hormontherapien - irgendwie kann das alles auf Dauer nicht gesund und förderlich sein.

  3. Fabian sagt:

    So eine Hormonbehandlung halte ich auch für äußerst fragwürdig.
    Die Erfahrungen werden zeigen, wie sinnvoll es war.

  4. ergobloggerin sagt:

    Die Medizin zeigt immer wieder wie fortschrittlich sie ist und wenn es Schwangeren helfen kann, die Möglichkeit einer Frühgeburt zu mindern, warum nicht. Zum Thema künstliche Befruchtung, … kann nicht gesund und förderlich sein. Manchen Eltern bleibt, nach unendlich vielen Versuchen, vielleicht sogar schon mit Fehlgeburten, keine andere Alternative ein eigenes Kind zu bekommen als durch künstliche Befruchtung. Wenn es solche Möglichkeiten gibt, auch hier, warum nicht.

  5. Silvia sagt:

    Für noch mehr informationen kann ich euch nur die Seiten http://www.fruehchenforum.com und http://www.fruehchen-info.at empfehlen, diese Seiten sind echt gut und hilfreich für Frühgeburten- und Babyinfrormationen.
    LG
    Silvia

  6. Babylotta sagt:

    Hallo,

    künstliche Eingriffe in die Natur des Menschen sind immer so eine Sache und ergeben oft leider katastrophale Ergebnisse. Auf der anderen Seite ging diese Tage wieder eine Meldung durch die Presse wobei ein Frühchen mit 22 cm und 280 Gramm (normal sind etwa 3,5 KG!) in Deutschland wohl ohne bleibende Schäden überlebt hat. Das muss man sich einmal vorstellen. Nur ein bisschen weniger als eine Päckchen Butter!

    Herzliche Grüße

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